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Eliane Müggler
Rheineckerstrasse 17
CH-9425 Thal

Nationalpark Stafetta

01.09.2015

Die Bedingungen für die 14. Austragung des Nationalpark Bike-Marathons hätten nicht besser sein können: Sonne pur und bereits beim Start um 7:15 Uhr angenehme Temperaturen.

In meinem Team „Nevin, Gianluca & amis“ mit Nevin Galmarini (Snowboard alpin, Silbermedaillengewinner an den Olympischen Spielen in Sotschi 2014), Gianluca Cologna (Langlauf, 5. Rang und olympisches Diplom im Team-Sprint in Sotschi mit seinem Bruder Dario) und Dani Duff (wie ich Wettbewerbsgewinner) durfte ich den Start übernehmen. Am Freitag-Abend nach der Ankunft im Engadin habe ich mit meinem Bruder noch eine kleine Runde gedreht und so ein erstes kleines Stück meiner Teilstrecke kennen gelernt. Der Grossteil der Strecke war mir jedoch unbekannt. Vom Höhenprofil her wusste ich, dass es das Val S-charl hinauf stetig steigt bis zum Pass da Costainas auf 2‘250 m.ü.M und von dort eine Abfahrt zur Wechselzone in Fuldera folgt.

durchs Val S-charl (Foto: sportograf.com)
durchs Val S-charl (Foto: sportograf.com)

Mein Bruder Remo startete im Team Savognin mit meinen Skilehrerkollegen und wir zwei „Ferien-Savogniner“ bezogen mit den „richtigen“ Savogninern eine Wohnung ganz in Scuol. Zusammen gingen wir am Freitag zur Startnummern-Ausgabe in der Eishalle, wo ich auch noch meinen Stafetta-Kollegen Dani traf. Nachdem wir unsere Kohlenhydratspeicher aufgefüllt hatten, gingen wir schon bald zurück, noch kurz die Startnummer montieren, Kleider und Verpflegung richten und nach einer kurzen Nacht war um 5 Uhr bereits wieder Tagwache. Morgenessen in der Eishalle, kurzes Einfahren und dann einstehen im Startblock. Trotz wenig Schlaf und leichten Halsschmerzen war ich top motiviert. Glücklicherweise konnten die Teilnehmer der Stafetta direkt nach den lizenzierten Fahrern (ca. 50) und vor allen Fun-Fahrern einstehen (ca. 650).
Während der neutralisierten Startphase konnte ich meine Position im Feld halten. Im Aufstieg auf Asphalt und Kies Richtung S-charl versuchte ich meinen eigenen Rhythmus zu finden. Schnell merkte ich, dass ich nicht in der besten Verfassung war. Unzählige Athleten überholten mich, aber ich war ja auch weit vorne gestartet. Nach einer Weile holte mich mein bischibikes-Teamkollege Kurt Plachel ein. Aufgrund einer Verletzung beabsichtigte er, nicht das ganze Rennen zu fahren und fuhr mit mir. Ich litt und konnte Kurts Hinterrad mehr schlecht als recht halten. Nach einer Stunde und 20 Minuten bog ich endlich in den Trail ein und Kurt verliess mich dort. Nach einem kurzen Auf und Ab, ganz nach meinem Geschmack, begann die Abfahrt. Die Kurven auf Kies waren recht rutschig und ich konnte nur wenig Zeit gutmachen. Zum Schluss folgte ging es von Tschierv flach nach Fuldera, wo ich mich noch voll auspowerte. An achter Stelle konnte ich an Gianluca übergeben. Ich war nicht wirklich zufrieden mit meinem Rennen, da ich wusste, dass ich nicht meine beste Leistung gezeigt hatte. Wie sich im Ziel herausstellte, waren meine Teamkollegen mit meiner Leistung zufriedener als ich selbst…

v.l.: Nevin Galmarini, Urs Wohler (OK-Präsident), Ich, Dani Duff, Gianluca Cologna
PS: Nevin wollte mir sein Bike schmackhaft machen, aber ich bleibe auf einem bischibike und auf dem Boden;-)
v.l.: Nevin Galmarini, Urs Wohler (OK-Präsident), Ich, Dani Duff, Gianluca Cologna
PS: Nevin wollte mir sein Bike schmackhaft machen, aber ich bleibe auf einem bischibike und auf dem Boden;-)

Auf der Rückreise mit Postauto und Zug von Fuldera nach Scuol konnte ich die atemberaubende Landschaft des Nationalparks nur halbwegs geniessen, da ich auf dem Handy ständig die Zwischenresultate checkte.

Gianluca trat in den Aufstiegen voll in die Pedale und liess sich in den Abfahrten auch von einem Sturz nicht beirren. Mit der drittschnellsten Abschnittszeit machte Gianluca zwei Plätze gut und übergab als Sechster an Dani, der nur 20 Sekunden hinter meinem Bruder Remo Richtung Bergpreis auf dem Chaschauna-Pass ging. Auch Dani erreichte mit einer soliden Leistung die drittschnellste Abschnittszeit. Nevin ging als vierter, mit einem Rückstand von 10 Minuten auf die Savogniner und damit das Podest auf seine Heimtrails. Fürs Podest reichte es nicht ganz, aber der Rückstand betrug im Ziel nur noch 70 Sekunden, auch dank einem Kettenriss der Savogniner. Aber es wäre ja komisch gewesen, wenn sich Nevin und Gianluca den Pokal auf dem Podest selbst hätten überreichen müssen;-)

Für mich war es ein super Erlebnis, mit diesen sehr sympathischen und offenen Sportlern ein Rennen zu absolvieren. Vielen Dank an die Organisatoren des Nationalpark Bike-Marathons, den Hauptsponsor Coop, meinen Stafetta-Kollegen Nevin, Gianluca und Dani, meinem Teamkollegen Kurt, den Savogninern und meinem Bruder Remo(mein Privatchauffeur und erst noch gratis)!

Ich bin mir sicher, dass ich nicht zum letzten Mal in Scuol am Start war! Vielleicht wage ich mich im nächsten Jahr mal auf eine grosse Marathonstrecke…

Presse

"Savogniner Fraktion"
"Savogniner Fraktion"
 

Herzlichen Dank meinen Sponsoren!

 
 
 
 

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