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Eliane Müggler
Rheineckerstrasse 17
CH-9425 Thal

Sieg am 24h-Rennen auf dem Nürburgring

03.08.2016

Auf Einladung unseres Ausrüsters VELOK nahmen Michael Stünzi, Roger Jenny, mein Bruder Remo und ich am 24-Stunden Mountainbike-Rennen auf dem Nürburgring teil. Die Firma Velok unterstützt uns mit Hutchinson Pneus, Tifosi Brillen, Lake Schuhen, Incirca Helmen und Lizard Skins Handschuhen und Griffen. Während die Bikes in der Formel-1-Box auf ihren nächsten Einsatz warteten, konnten wir in einer darüber liegenden Lounge warten, essen, schlafen und fachsimpeln. Dort waren wir zusammen mit dem VELOK-Team und je einem Frauen- und Herren-Team von Temposport, welche alle mit dem Rennrad teilnahmen.

Das Rad am Ring ist ein riesiger Event mit ca. 10'000 Teilnehmern. Neben verschiedenen anderen Rennen (Strasse, MTB Crosscountry, Enduro, Jedermann) ist das 24h-Rennen sicher die Hauptveranstaltung. Dieses kann mit dem Rennrad oder dem Bike und alleine, zu zweit, im Vierer oder im Achterteam gefahren werden. Die Rennradstrecke führt über die berühmte 22 Kilometer lange Nordschleife. Mit dem Bike werden die gleiche Start-Ziel-Passage und Teile der Grand-Prix-Strecke absolviert. Weiter führt die Strecke zur Nürburg. Auch dieser Teil ist mit hauptsächlich breiten Kies-, Asphalt- und Wiesenpassagen sehr schnell und einfach zu befahren. Nur eine Abfahrt ist mit einigen engeren Kurven etwas anspruchsvoller.

Wir rechneten mit einer Rundenzeit von ca. 20 Minuten und wollten nicht nach jeder Runde einen Wechsel vornehmen, da wir so nach einer Stunde bereits wieder das nächste Mal hätten fahren müssen und es so sehr viele kurze und intensive Ablösungen gegeben hätte.

Michael Stünzi übernahm um 12:30 Uhr den ersten Abschnitt. Er konnte sich mit einigen Achter-Teams bereits von den anderen Vierer-Teams absetzen. Nach vier Runden und ca. 75 Minuten Fahrzeit folgte der erste Wechsel auf Remo. Diesen verfolgte ich in der Lounge, er war noch verbesserungswürdig und so kam der Kommentar der Velok-Mannschaft sofort: „Jo nai, de stoht jo immer no do, wa macht denn dä. Fahr emol.“ Wir entschieden uns für eine fliegende Übergabe im Aufstieg vor der Boxengasse, da wir dort etwas langsamer (30 statt 40km / h) unterwegs waren.

1. Ablösung

Als ich nach etwa 3:30 Stunden zu meiner ersten Ablösung startete, hatten wir bereits eine Runde Vorsprung. Ich versuchte, ein gutes Hinterrad zu finden, um im Windschatten kraftsparender mitfahren zu können. Auf dem ausschliesslich von den Bikern befahrenen Teil war das ziemlich schwierig, da ich dort grösstenteils am Überholen war. Auf der von Bikern und Strassenfahrern absolvierten Strecke durchs Ziel, über die Grand Prix-Strecke und durch die Boxengasse gelang mir dies meist. So konnte ich auf diesem Teil dem Zweitplatzierten folgen, der den Rundenrückstand wettmachte, musste ihn dann aber im Aufstieg zur Nürburg ziehen lassen. Nach vier Runden übergab ich an Michael.

Die Jungs bekämpften sich vor allem gegenseitig. So wollte Roger vor der Nacht unbedingt noch Michaels Rundenbestzeit von 16:56 Minuten unterbieten. Dies klappte knapp nicht, jedoch betrug unser Vorsprung vor meiner zweiten Ablösung bereits zwei Runden. 

2. Ablösung

Ich übernahm um ca. 22 Uhr und hatte bereits meine Incirca-Lampe (auch von Velok;-)) montiert. Die Abschnitte um Start und Ziel waren beleuchtet, im Gelände wurden viele Passagen mit Kerzen auf beiden Streckenseiten beleuchtet und in der schwierigsten Abfahrt leuchteten grosse Scheinwerfer. Die Fahrt in der Nacht war sehr eindrücklich. Um den Teamkollegen mehr Erholungszeit zu ermöglichen, absolvierte ich fünf Runden. Zu Beginn war ich grösstenteils alleine unterwegs. Dann heftete ich mich an das Hinterrad eines anderen Bikers und konnte mit seiner Hilfe nochmals zwei schnellere Runden fahren. Kurz vor Mitternacht hatte ich Feierabend – zumindest für den Samstag.

In der Nacht liessen wir es dann etwas gemächlicher angehen, unser Vorsprung betrug jedoch immer mehr als eine Runde. Zum Schlafen kam ich nicht wirklich, man will ja schliesslich wissen, wie es den Teamkollegen ergeht. So verfolgte ich die Rundenzeiten in der Lounge.

3. Ablösung

Morgens um 5:00 Uhr, als die ersten Wolkenkonturen bereits wieder über dem Nürburgring sichtbar waren, startete ich zu meiner dritten Ablösung über fünf Runden. Trotz bereits 2.5 Rennstunden am Vortag und wenig Schlaf, lief es mir recht gut. Einen Teil konnte ich wieder mit oder besser gesagt hinter dem gleichen Biker wie am Vorabend zurücklegen. Leider wechselte er eine Runde früher. In dieser letzten Runde, in der ich meist alleine im Wind fuhr, waren meine Beine recht schwer. Ich war froh, als ich wieder übergeben konnte.

In der noch verbleibenden Zeit fuhren wir jeweils drei Runden am Stück. Unseren in der Nacht etwas geschrumpften Vorsprung konnten wir auf fast drei Runden ausbauen.

4. Ablösung

Meine letzten drei Runden wurden nochmals sehr streng, da ich nun müde war und mein Sattel nicht mehr wirklich bequem. Durch den grossen Vorsprung versuchte ich auf alle Fälle einen Defekt zu vermeiden. Dies gelang mir und irgendwie schaffte ich auch meine letzte Rennstunde.

So war es nun an Michael und Remo, welche zum Abschluss noch je eine Runde absolvierten und bereits zur Kür ansetzen konnten. Nach 69 Runden überquerten wir zu viert – mit 2.5 Runden oder etwa 50 Minuten Vorsprung - die Ziellinie. Ein unglaubliches Erlebnis! Wer weiss, ob wir im nächsten Jahr wiederum am Start stehen werden, den Freistart erhielten wir bereits überreicht;-)

Ich bedanke mich bei
- meinen Teamkollegen Michael, Roger und Remo,
- unserem Teamchef Felix, der wohl keine Minute geschlafen hat,
- meiner Mutter Vroni fürs Kochen, zurufen und mitfiebern,
- meinem Vater Hubert, der sogar in der Nacht fotografierte und so die eindrückliche     Atmosphäre einfing und last but not least
- der Firma VELOK für die Startmöglichkeit!
Vielen Dank für die grosse Unterstützung!!!

Rangliste

Bilder

Presseberichte

VELOK-Teams am Rad am Ring 2016 (Foto: Hubi Müggler ©müggler.ch)zoom
VELOK-Teams am Rad am Ring 2016 (Foto: Hubi Müggler ©müggler.ch)
 

Herzlichen Dank meinen Sponsoren!

 
 
 
 

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