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Eliane Müggler
Rheineckerstrasse 17
CH-9425 Thal

Strassenabstecher an der Alpenchallenge

17.06.2018

Dieses Wochenende wagte ich einen rennmässigen Abstecher auf die Strasse und nahm an der Alpenchallenge in Lenzerheide teil.

Der Start erfolgte morgens um 7:00 Uhr und mit neun Grad war es noch ziemlich frisch. Nur mit dem Gilet bekleidet, war es in der neutralisierten Abfahrt nach Alvaneu noch nicht allzu warm. Dann ging es jedoch direkt in die Steigung zum Albulapass und ziemlich schnell waren die Temperaturen angenehm. Mehr als 1300 Höhenmeter waren bis zum Bergpreis zurückzulegen. Ich hatte keine Ahnung, wie schnell ich fahren sollte. Als eine Frau von hinten kam, war mein Ehrgeiz natürlich geweckt und ich heftete mich an ihr Hinterrad. Nach Bergün konnte ich mich leicht absetzen, ohne bewusst zu forcieren. Mit einer anderen Frau fuhr ich nach Preda eine Weile, bis ich ihr etwa einen Kilometer vor dem Albulapass nicht mehr folgen konnte. Mit aufgefülltem Bidon ging es in die Abfahrt. Ich kannte diese, wie auch die ganze Strecke einigermassen gut, ist doch die Fahrt über Albula und Julier unsere „Rennvelo-Hausrunde“ ab Savognin. Kurz vor La Punt Chamues-ch holte ich eine Frau ein und zusammen bogen wir auf die Fläche ein. Bald wurden wir von einem Mann überholt, später wurde die Gruppe noch grösser und bis Celerina kam ich dank Rückenwind und Windschatten gut vorwärts;) Nach einer Steigung vor St. Moritz harmonierte die Gruppe weniger gut. In Silvaplana bogen wir in den Julierpass ein und meine Beine waren bereits ziemlich müde. Die Steigung war mit 400 Höhenmetern deutlich kürzer, jedoch erwähnte der Speaker vor dem Start, dass die Schlusssteigung von Tiefencastel nach Lantsch länger sei als der Julierpass. Einigermassen zügig kam ich dann über den Julier, wurde jedoch bereits zu Beginn von der Frau abgehängt, die ich vor La Punt einholte. Das Surses hinunter hatten wir dann Gegenwind und somit war nichts mit einer erholsamen Abfahrt, sondern ziemlich viel Treten war angesagt. Mit lautstarker Unterstützung fuhren wir durch Savognin und bogen in Cunter in die zweitletzte Steigung ab. Hier zogen einige Männer aus der vorigen Gruppe an mir vorbei. In Del folgte bereits die Abfahrt nach Tiefencastel. In Tiefencastel rief mir ein Mann zu, dass ich als neunte Frau unterwegs sei. Dies erstaunte mich dann etwas und da der Start gestaffelt erfolgte und die effektive Fahrzeit gewertet wurde, konnten auch schnellere Fahrerinnen hinter mir sein, also mal sehen. Mit einem aufgefüllten Wasserbidon nahm ich die letzten 500 Höhenmeter in Angriff. Nun war es bereits recht warm und so leerte ich mir einen Teil des Wassers über den Kopf. Ich fühlte mich immer noch recht gut und konnte einige Männer überholen. Auf den letzten zwei Kilometern konnte ich das Tempo nochmals etwas erhöhen. Trotzdem überholte mich noch eine Frau.
So erreichte ich das Ziel nach 116 Kilometer und 2800 Höhenmetern als zehnte meiner Kategorie und 15. Overall in 4:49 Stunden. Damit kann ich sicher zufrieden sein, konnte ich doch auf der Strasse meine technischen Fähigkeiten wenig ausspielen.

 

Herzlichen Dank meinen Sponsoren!

 
 
 
 

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