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Eliane Müggler
Rheineckerstrasse 17
CH-9425 Thal

Top 10 für die Rheintalerlis

03.07.2018

Am 30. Juni und 1. Juli nahm ich mit dem Team „Rheintalerlis“ am Gigathlon teil. In den Bündner Bergen erreichten wir den sensationellen zehnten Rang.

Nach 2012 und 2013 mit der Stadt St. Gallen, nahm ich dieses Jahr mit einem Rheintaler Team am Gigathlon teil. Alexander (Rennvelo) und Chantal Schawalder (Schwimmen) und die beiden Läufer Fredy Schmid und Guido Bischofberger waren meine Teamkollegen. Wir legten bereits am Freitag Nachmittag die unzähligen Kehren nach Arosa zurück und konnten am Abend beim Swiss-Run der Single- und Couple-Kategorien Gigathlon-Stimmung aufsaugen.
Den Start am Samstag erfolgte für den Trailrunner Guido um 6:30 Uhr, wir machten uns aber bereits um 5:30 Uhr auf den Weg nach Davos. Dort traf Guido nach acht Uhr ein und übergab an Chantal. Ich genoss in dieser Zeit erst mal das Frühstück. Aufgrund der kalten Wassertemperaturen ging Fredy nach 1.5 Schwimmkilometern bereits auf die Laufstrecke und Chantal kam danach nochmals zum Einsatz. Meine drei Teamkollegen brachten uns bereits auf Zwischenrang sechs. Für Alexander begann die lange Fahrt über den Albula- und Flüelapass.
An Zwischenrang elf übernahm ich um 15:30 Uhr den Zeitmesschip. Nach einer ziemlich langen Laufstrecke aus der Wechselzone heraus, konnte ich dann endlich aufs Bike springen. Zuerst flach durch Davos begann mitten im Dorf der Aufstieg zum 2347 Meter hohen Strelapass. Der Kiesaufstieg stieg zuerst sehr angenehm an und ich versuchte, ein hohes Tempo einzuschlagen. Gleichzeitig wusste ich, dass ich für den zweiten, steileren Teil des Aufstiegs noch Kraft haben muss. Ich konnte dabei viele Singles und Couples überholen, welche früher gestartet waren. Obwohl es im zweiten Teil steiler wurde, konnte ich im Sattel bleiben. Nach der Verpflegung folgte noch ein kurzer Aufstieg, bevor es in den „Höhenweg“ ging. Zu Beginn war dies ein super Trail, danach ging es spektakulär unterhalb einer Felswand hindurch. Der letzte Teil des Anstiegs zum Strelapass war nochmals sehr steil. Im ersten Teil der Abfahrt war ich teilweise zu Fuss unterwegs, da diese nicht nur steil, sondern auch sehr rutschig war mit dem groben Kies. Weiter unten folgte ein super schöner Flowtrail und darauf eine lange Kiesstrasse nach Langwies. Dort zog ich bei der Verpflegung durch und fuhr mit viel Schwung durch das Dorf. Unter dem Langwieser Viadukt ging es über die Plessur und in den 450 Höhenmeter langen Aufstieg. Immer irgendwo zwischen Plessur und Eisenbahn, aber meistens ziemlich schön durch den Wald, führte der Weg Richtung Arosa. Zwischendurch folgte auch mal ein Trail oder eine kurze Abfahrt. Zu Beginn des Aufstiegs konnte ich zwei Männer überholen, welche ich bereits im ersten Aufstieg überholte. Kurz vor Litzirüti wurde ich von einem Mann überholt. Im Hinblick auf den zweiten Tag, versuchte ich nicht, an ihm dranzubleiben. Trotz Kilo- und Höhenmeterangaben auf meinem GPS-Gerät wusste ich nicht genau, wann ich in Arosa sein würde. Nach einigen Zusatzschleifen durch Arosa erreichte ich das Ziel nach 2:12 Stunden, als 41. und schnellste weibliche Bikerin von 300 Teams. Damit erreichten wir am ersten Tag Platz elf.
Den Sonntag eröffnete Alexander auf dem Rennvelo von Chur nach Arosa. Da der Start in Chur jeweils beim Überfahren der Startlinie erfolgte, hatten wir während dem ganzen Tag keinen direkten Vergleich mit unseren Mitstreitern. Nach Chantals erstem Schwimmen im Aroser Untersee übernahm Fredy für den Trailrun und übergab dann wieder an Chantal.
Ich sah Chantal aus dem Wasser kommen, leerte mir das restliche Wasser aus dem Bidon über den Kopf und übernahm den Zeitmess-Chip. Wiederum ging es zu Fuss aus der Wechselzone raus. Mit dem Aufspringen nach dem Balken begann bereits der Aufstieg zum Hörnli. Durch das Dorf hindurch spürte ich die Vorbelastung und im Hintergrund sah ich einen anderen Biker kommen. Ich liess mich davon nicht beunruhigen und versuchte, ein gutes Tempo anzuschlagen. Der andere Fahrer konnte trotzdem zu mir aufschliessen. Als ich ihn auf den flacheren Abschnitten zur Führungsarbeit aufforderte, meinte er, dass er mehr schlecht als recht mitkomme. Da ich nicht wusste, ob das einfach Taktik war, fragte ich ihn nach der Zeit vom Vortag und da er dort ein Stück langsamer war, nahm ich ihn eben im Windschatten mit;-) Nach der Weisshorn Mittelstation übernahm er dann auch noch etwas Führungsarbeit und kurz darauf begann der steile Teil des Aufstiegs zur 2485 Meter hohen Hörnlihütte, welche ich bereits im Blick hatte. Nun ging auch mein Puls richtig in die Höhe und ich fühlte mich gut. Wiederum konnte ich den ganzen Aufstieg fahrend bewältigen. Auf dem Hörnli nahm ich einen neuen Bidon und stach direkt vor zwei anderen Fahrern in die Abfahrt. Diese hatte ich vor einige Jahren bereits einmal gemacht und ich freute mich bereits, was auf mich zukommen würde. Die Abfahrt überstieg sogar noch meine Erwartungen. Ein Biketrail vom feinsten liess mein Herz höherschlagen und ich vergass fast, dass ich in einem Rennen war! Später folgten dann eine Kiesstrasse und nochmals ein cooler Trail durch den Wald. In Bleiswald bog ich in den nächsten Aufstieg ein. Alleine unterwegs, galt es, möglichst schnell wieder einen guten Rhythmus zu finden. Dies gelang mir nicht schlecht und als ich hinter mir einen zuvor überholten Fahrer sah, gab mir das nochmals einen Extraschub. In der Verpflegung kühlte ich mich nochmals mit Wasser und nahm die letzten Meter des Aufstiegs in Angriff. Ein bikender Zuschauer sagte mir, dass in 200 Metern der Trail beginnen würde. So sprintete ich, um vor dem anderen Fahrer in den Trail einbiegen zu können. Dieser war nochmals sehr cool. Es folgte eine schnelle, kurvenreiche Kiesstrasse, bevor ich rechts in einen schmaleren Weg einbog. Als ich in Arosa in Dorf kam, fuhr ich an Chantal vorbei, welche unseren Schlussläufer Guido über meine baldige Ankunft informierte. Ich sprintete durch Arosa durch, sprang vor dem Balken vom Bike und sprintete zu Fuss in die Wechselzone. Wie ich nach dem Wechsel erfuhr, stand Guido erst gerade bereit. Meine Uhr stoppte ich nach 2:03 Stunden, was Platz 35 ergab.
Während Guido um Arosa lief, begaben wir uns zügig zum Ziel, wo wir nach total 16 Stunden und 59 Minuten das Ziel überglücklich zu fünft überqueren durften. Darauf mussten wir noch auf die später eintreffenden Teams warten. Erst während dem Nachtessen sahen wir, dass wir tatsächlich den zehnten Rang erreichen konnten!
Vielen Dank meinen Teamkollegen und unseren Betreuern Anita Schawalder und Fabio Dudli für das coole und erfolgreiche Wochenende.

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Pressebericht

 

Herzlichen Dank meinen Sponsoren!

 
 
 
 

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