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Eliane Müggler
Rheineckerstrasse 17
CH-9425 Thal

Nationalpark Bike-Marathon „Sprint“

25.08.2018

Aufgrund der Wettervorhersagen wurde das Rennen bereits am Mittwoch gekürzt. Die Strecken über 137, 103 und 66 Kilometern, welche alle über den 2694 Meter hohen Chaschauna-Pass führen, wurden nicht ausgetragen. Somit starteten alle Teilnehmenden über die kürzeste Strecke von S-chanf nach Scuol, wurden jedoch einzeln gestartet und klassiert. Für mich als Cross-Country-Fahrerin war das keine Enttäuschung. Ca. 1h 40 Renndauer entsprach fast einem Cross-Country Rennen. Und als lizenzierte Fahrerin dürfte ich normalerweise nicht auf dieser Distanz starten.

Somit fuhren wir am Samstag Morgen mit dem Zug nach S-chanf und nahmen dort unsere Bikes in Empfang. Die Temperaturen waren mit acht Grad ungewohnt kalt. Ich konnte um 8:30 Uhr aus dem ersten Startblock der Lizenzierten starten. Aufgrund des „Sprintrennens“ war das Tempo bereits im neutralisierten Streckenteil recht hoch. Zum Fahren war dies aber gar nicht so schlecht. Ich versuchte, möglichst gut mitzukommen um auf den vielen Flachpassagen eine Gruppe zu erwischen. Dabei überholte ich zwei Fahrerinnen, wurde jedoch von vielen hinter mir gestarteten Männern überholt und konnte über die ersten Wellen nicht wirklich dranbleiben. Dann wurde es jedoch flacher und ich fand in einer Gruppe Unterschlupf. In Zernez folgte die erste etwas längere Steigung. Eine Kurve weiter unten sah ich Alessia Nay hinter mir. Ich wusste, dass mindestens drei Frauen vor mir waren, aber es waren auch einige unbekannte Namen auf der Startliste, die ich noch nicht ausmachen konnte. Ob sie wegen der verkürzten Strecke überhaupt dabei sind?
Nach Zernez fuhren wir auf eine Gruppe auf und waren fortan ca. 20 Personen. Ich war ganz zuhinterst, konnte dann aber in einem Aufstieg einige Plätze gutmachen und kam allgemein sicher ziemlich kraftsparen bis nach Lavin. Jedoch waren wir auch nicht immer allzu schnell unterwegs. Dort begann die mit 300 Höhenmetern längste Steigung nach Guarda. Das Hinterrad einiger Mitstreiter konnte ich nach etwa zwei Drittel nicht mehr halten. So war ich in der Folge alleine unterwegs, bevor ich auf Höhe Ardez Gesellschaft von meinem Teamkollegen Patrick Baumann erhielt. Er schlug ein super Tempo an und so kamen wir schon bald nach Ftan, wo die finale Abfahrt begann. In den rutschigen Kieskurven wollte ich nicht mehr volles Risiko gehen oder die etwas langsameren Fahrer vor mir überholen, wusste jedoch, dass es vielleicht um Sekunden gehen könnte, da ja nicht alle zur gleichen Zeit über die Startzeitmessung fuhren. So sprintete ich eben die neue Schlusssteigung hoch, um noch eventuell wichtige Sekunden zu holen. Die Beine brannten, in der Kurve setzte ich mich kurz, um dann nochmals zu sprinten. Schliesslich überquerte ich die Ziellinie nach 1:41:45 zusammen mit Patrick Baumann.
Somit klassierte ich mich auf dem vierten Platz der eigentlich für die 137km lange Strecke gemeldeten Frauen. Total wurde ich sechste von 169 Teilnehmerinnen.
Ein Lob geht an die Organisatoren, die trotz der Änderungen ein perfektes Rennen boten. Gratulation an meinen Bruder Remo und unseren Savogniner Kollegen Dino Bellini, die ihre jeweiligen Kategorien gewinnen konnten!

Bilder

 

Herzlichen Dank meinen Sponsoren!

 
 
 
 

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