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Eliane Müggler
Rheineckerstrasse 17
CH-9425 Thal

Heiss, heisser, Gigathlon

09.07.2019

Nach 2012 und 2013 durfte ich zum dritten Mal mit der Stadt St. Gallen am Gigathlon in Sarnen teilnehmen.

Nach der Rennvelofahrerin, dem Schwimmer, Läufer und Trailrunner startete ich am Samstag Nachmittag in Engelberg. Dort ging es gleich zur Sache, sprich bergwärts. Zuerst mit einer angenehmen, teilweise schattigen Steigung, waren später steile Rampen auf Kies zu bewältigen. Auch ich hatte mit der Steigung und den Temperaturen zu kämpfen, konnte jedoch als eine der wenigen um mich herum alles fahren und viele Plätze gutmachen. Kurz darauf erreichten wir bei Trübsee die Verpflegung und die letzten 300 Höhenmeter zum Jochpass durften wir mit dem Sessellift überwinden;-) Frisch gestärkt und erholt ging es direkt in die Abfahrt. Zuerst mussten noch einige Schneefelder durchquert (mit einem matschigen aperen Streifen) oder überquert (meist zu Fuss) werden. Darunter bzw. dazwischen verbarg sich ein cooler Trail. Da haben Leute Hand angalegt, die etwas von Biken verstehen. Schon bald öffnete sich der Blick zum Engstlensee. Diesen liessen wir jedoch links liegen und fuhren weiter über kleine Wellen, durch Schnee, Matsch und staubige Abschnitte zum Tannensee. Nach einer schnellen Abfahrt wurden wir noch kurz vom Touristenzügli ausgebremst, bevor wir die zweite Verpflegung erreichten. Nun begann mein Mountainbike-Herz ein weiteres Mal höher zu schlagen. Auf der schattigen linken Talseite schlängelte sich ein technischer, steiniger Trail nach unten. Ich konnte wieder viele Team of five, Couple und Singleathleten überholen. In einer Kurve standen sie zu viert, um ihre Hände auszuschütteln. Später vernichteten wir noch einige Höhenmeter auf den „gigathlon-üblichen“ Asphalt- und Kiesstrassen. Zu Beginn der letzten nennenswerten Gegensteigung wurde ich von einer Frau überholt. Dies liess ich natürlich nicht auf mir sitzen. Ich erhöhte das Tempo und konnte sie bald darauf vor dem nächsten Trail wieder überholen. Dort öffnete sich sofort eine Lücke. Auf den Flachpassagen legte ich meine Unterarme auf den Lenker drückte nochmals mächtig in die Pedale. Dieses Pedal war dann auch im Weg bzw. traf meine Kniekehle, als ich nach dem Balken absteigen musste und auf der Zielgeraden zu Fuss einige Sekunden rausholen wollte. Nach knapp zweieinhalb Stunden erreichte ich das Ziel in Sarnen. Damit lag ich auf dem Bikeabschnitt dem 42. Platz und wurde nur von einer Frau (eines Team of five Inline - also einer anderen Kategorie) um acht Sekunden distanziert. Damit konnte ich unser Team vom 65. auf den 46. Platz nach vorne bringen.

Den Sonntag eröffnete der Läufer, gefolgt vom Schwimmer. Obwohl ich bereits um 8:35 Uhr starten konnte, war es bereits sehr warm. Heute waren 44 Kilometer und 1400 Höhenmeter zu absolvieren. Nach einem flachen „Einrollen“ begann die lange Steigung Richtung Glaubenberg. 800 Höhenmeter waren am Stück und mehrheitlich an der prallen Sonne zurückzulegen. Trotz einem grossen Bidon am Bike (Sponser Getränk) und einem kleinen Bidon gefüllt mit Wasser in der Trikottasche, musste ich vor der Verpflegung meine Vorräte einteilen. So benutzte ich das Wasser nicht wie gedacht als „Dusche“, sondern zum Trinken. Bereits zu Beginn der Steigung sah ich eine Kurve weiter unten Christian Weiss, ebenfalls ein St. Galler. Er konnte mich dann kurz vor der Verpflegung einholen. Frisch gestärkt ging es nun etwas flacher weiter. In einem kurzen Trail konnte ich wieder einige ein- und überholen. Danach erwischte ich eine gute Gruppe bis zur Passhöhe des Glaubenbergs. Nach einer kurzen Abfahrt auf der Passstrasse bogen wir wieder links ab in eine Kiesstrasse. Nun trennten mich noch drei Gegensteigungen mit max. 200 Höhenmetern vor der letzten Abfahrt. Diese kürzeren Steigungen kamen mir viel mehr entgegen. So war ich nun wieder auf der Überholspur und konnte einige Überholmanöver tätigen. Die Schlussabfahrt war dann sehr schnell und führte nur kurz über einen Trail. Die Bremsen glühten und quietschten, als wir in Sarnen ankamen. Ich versuchte nochmals eine aerodynamische Position einzunehmen, um auf der Fläche nochmals die letzten Körner zu verbrauchen. Durch eine Zusatzschlaufe war der Weg zur Wechselzone doch noch länger als gedacht. Beim Balken hiess es wieder absteigen und über die Tartanbahn zur Wechselzone. Dort warteten die anderen St. Galler bereits auf mich, um einen möglichst schnellen Wechsel auf unsere Rennvelofahrerin zu gewährleisten. Für meine Strecke benötigte ich 2:39 Stunden. Damit war ich in unserer Kategorie die 57. von 171 klassierten Bikern und total über alle Kategorien gesehen die sechste Frau. Erneut konnte ich fünf Plätze gut machen. Nach einer Abkühlung im Sarnersee ging es ans Packen.

Kurz nach 18 Uhr konnten wir zusammen mit unserem Trailrunner, der den letzten Abschnitt übernahm, ins Ziel einlaufen. Nach total 22 Stunden 33 Minuten und 21 Sekunden erreichten wir den 48. Rang. Vielen Dank meiner Teamkollegin und meinen Teamkollegen für das tolle Wochenende und der Stadt St. Gallen für die Unterstützung. Ich freue mich bereits jetzt auf unser Heimspiel - vom 3. bis 5. Juli 2020 findet der Gigathlon in St. Gallen bzw. Rorschach statt!!!

 

Herzlichen Dank meinen Sponsoren!

 
 
 
 

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